Hitlers Pressechef: Otto Dietrich (1897-1952). Eine by Stefan Krings,Lutz Hachmeister

By Stefan Krings,Lutz Hachmeister

Otto Dietrich gehörte als Reichspressechef der NSDAP quickly vierzehn Jahre lang zu den engsten Begleitern Adolf Hitlers. Zwischen 1938 und 1945 hatte er zugleich die Funktion des Pressechefs der Reichsregierung in Goebbels' Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda. Um so erstaunlicher ist, dass seiner individual bislang wenig wissenschaftliche Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Stefan Krings konnte für seine biografisch angelegte Studie erstmals auch den persönlichen Nachlass von Otto Dietrich auswerten. Er zeigt, dass sich der eher farblose Pressesprecher durch ehrgeiziges Machtstreben und geschickte Personalpolitik eine starke place auf dem Pressesektor geschaffen hatte und hier sogar einige Zeit mächtiger conflict als der zynisch-diabolische Rhetoriker Goebbels. Die jahrzehntelange Fixierung der kommunikationshistorischen Forschung auf die individual Joseph Goebbels wird damit in Frage gestellt.

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Russische Staatsgewalt und polnischer Adel: by Jörg Ganzenmüller

By Jörg Ganzenmüller

Die Teilungen Polens waren in der Geschichte des Russischen Reichs die größte territoriale growth nach Westen. Die Zaren standen fortan vor der Aufgabe, eine historische quarter in ein autokratisch verfasstes Imperium einzugliedern. Dazu sollte der polnische Adel mit seinem ausgeprägten ständischen Bewusstsein in den russischen Dienstadel integriert werden. Zudem musste das unterverwaltete Zarenreich in den annektierten Gebieten eine staatliche Bürokratie etablieren.

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Stammheim: Eine moderne Haftanstalt als Ort der by Sabine Bergstermann

By Sabine Bergstermann

Demokratischer Staat und terroristische Herausforderung

Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1963 galt die JVA Stuttgart-Stammheim als "modernste Haftanstalt im Bundesgebiet". Die Menschenwürde der Inhaftierten sollte geachtet werden, fortschrittliche Sicherheitstechnologie jegliche Fluchtversuche verhindern. Von 1974 bis 1977 entwickelte sich Stammheim jedoch zum zentralen Ort der Konfrontation zwischen Staat und Roter Armee Fraktion (RAF), deren Gewalttaten in den Jahren zuvor die Bundesrepublik erschüttert hatten. Die hier inhaftierten Terroristen, namentlich Andreas Baader, Ulrike Meinhof und Gudrun Ensslin, inszenierten die eigenen Haftbedingungen medienwirksam als "Isolationsfolter", während der Staat ihnen weitreichende Privilegien einräumte, zugleich aber die Gesetze verschärfte. Die scenario eskalierte im Herbst 1977, als sich die prominentesten RAF-Mitglieder im "Hochsicherheitstrakt" von Stammheim das Leben nahmen. Sabine Bergstermann untersucht erstmals quellengestützt, wie es dazu kam, dass die Führungsspitze einer terroristischen service provider aus diesem Gefängnis heraus den "bewaffneten Kampf" fortführen konnte und Stammheim zu einem image für den Konflikt zwischen Staat und Terrorismus in der Bundesrepublik wurde.

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Analyse von Schulbüchern als Grundlage empirischer by Florian Sochatzy,Alexander Schöner,Waltraud Schreiber

By Florian Sochatzy,Alexander Schöner,Waltraud Schreiber

Historische Narrationen in Schulbüchern vermitteln ganzen Generationen Geschichtsbilder, die lange wirksam sind und manchmal auch den Erkenntnissen aktueller Forschung widersprechen. Wegen ihrer Relevanz und Reichweite sind Schulbücher eine ideale foundation für empirische Untersuchungen. Das hieraus entwickelten Raster kann als "Steinbuch" für die examine jeder anderen historischen Narration dienen. Auf dem Weg zum Analyseraster wurden fachdidaktische Erkenntnisse gewonnen, überprüft und praxisnah aufbereitet. Auf Grundlage der Analyseergebnisse zeigt dieser Band z.B. auf, wie ein multimediales Geschichtsschulbuch aussehen könnte, wie Hauptschüler in ihrer Kompetenzentwicklung gefördert werden können und wo Grundschüler in ihrer Kompetenzentwicklung vor ihrer ersten Unterrichtsstunde stehen. Ein Buch für jeden, der sich mit Geschichtsdidaktik in Empirie, Theorie und Praxis beschäftigt.

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Das Wirtschaftsimperium der Deutschen Arbeitsfront 1933 - by Rüdiger Hachtmann

By Rüdiger Hachtmann

Die deutsche Arbeitsfront als unternehmerische Macht: Eine politische supplier im Kern des NS-Wirtschaftssystems.

Die Deutsche Arbeitsfront (DAF), mitgliederstärkste business enterprise des Dritten Reiches, besaß einen riesigen Unternehmenskomplex, der mit bis zu 200.000 Arbeitnehmern und einem Umsatz von ca. 2 Mrd. Reichsmark im Jahr zu den größten deutschen Konzernen gehörte. Dieses Unternehmenskonglomerat struggle vor allem im financial institution- und Versicherungsgewerbe, im Bau- und Wohnungswesen, im Verlagswesen und Buchhandel, im Automobil- und Schiffsbau sowie im Einzelhandel tätig. Dazu gehörten Unternehmen wie die "Neue Heimat", das spätere VW-Werk oder der Langen-Müller Verlag. Rüdiger Hachtmann stellt die rasante Entwicklung der einzelnen Konzernteile zwischen 1933 und 1945 dar und skizziert ihre Vorgeschichte sowie Entwicklungen nach dem Krieg. Darüber hinaus untersucht der Autor Grundfragen der Geschichte des Dritten Reiches: Warum beschränkten sich NS-Organisationen wie die DAF nicht auf die politische Sphäre, sondern wurden darüber hinaus als Unternehmer tätig? Welche Folgen hatte dies für die gesamtwirtschaftlichen Konstellationen? Wie reagierten die privatwirtschaftliche Konkurrenz und die politischen Rivalen? used to be hielt das Unternehmenskonglomerat der Arbeitsfront überhaupt zusammen? Welche politischen Aufgaben wies die DAF ihrem Konzern zu?

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Öffentliche Wohlfahrt und Judenverfolgung (Studien zur by Wolf Gruner

By Wolf Gruner

Innerhalb der Öffentlichen Wohlfahrtspflege führten sozialrassistische Konzepte, antisemitische Ambitionen und finanzielle Interessen seit 1933 zu einer Ausgrenzung jüdischer Deutscher, ohne dass hierzu Gesetze vorlagen. In vielen Städten wurden zunächst jüdische Beamte und Angestellte entlassen, dann jüdische Wohlfahrtsempfänger durch Leistungskürzungen, Arbeitszwang und Isolierung diskriminiert. Diese Praxis der Wohlfahrtsämter mündete schließlich in die zentrale Verordnung vom November 1938, die den Ausschluss der jüdischen Armen aus dem staatlichen Fürsorgesystem dekretierte. Wolf Gruner dokumentiert auf einer umfangreichen Quellenbasis erstmals die Impulsfunktion kommunaler Initiativen für den Verlauf der NS-Judenverfolgung. Die vergleichende Darstellung der Politik deutscher Großstädte und Wiens birgt überraschende Ergebnisse zum Verhältnis von lokaler Verwaltung und Gestapo. Die Studie zeigt: Die "soziale" Enteignung jüdischer Staatsbürger durch Beamte und Angestellte der staatlichen Fürsorge ist ein wichtiges, bisher zu wenig beachtetes aspect der Vorgeschichte des Holocaust.

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Britische Feindaufklärung im Zweiten Weltkrieg: Stellenwert by Falko Bell

By Falko Bell

Wissen über den Feind ist eine begehrte Ressource im Krieg. Diese Studie beleuchtet erstmals eingehend die Verwendung menschlicher Informationsquellen für die britische Kriegführung im Zweiten Weltkrieg.Von 1939 bis 1945 nutzten die Briten nicht nur entschlüsselte Funksignale, sondern auch eine große Anzahl von Personen als Informationsquelle, darunter Kriegsgefangene, Spione und Flüchtlinge. Diese sogenannte »Human Intelligence« verschaffte den britischen Entscheidungsträgern und Soldaten einen gewichtigen Vorteil im Kampf gegen das nationalsozialistische Deutschland. Anhand von drei Fallbeispielen, der Luftschlacht um England, der Abwehr der Vergeltungswaffen und der Einschätzungen zur deutschen ethical, wird die geheime Arbeit der britischen Feindaufklärung aufgedeckt. Falko Bell hat eine Vielzahl von Akten ausgewertet, die jahrzehntelang unter Verschluss waren, und eröffnet damit einen faszinierenden Einblick in die Arbeit von Nachrichtendiensten.

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Die ur- und frühgeschichtliche Archäologie 1630-1850: Bd. 2: by Barbara Sasse

By Barbara Sasse

Die Archäologien gelten als junge Wissenschaften, da sie erst vom 19. Jahrhundert an zu universitären Fächern wurden. Die Ur- und Frühgeschichte beruft sich auf die Skandinavier Thomsen und Montelius, die Klassische Archäologie auf Winckelmann. Ältere, als antiquarisch und vorwissenschaftlich bezeichnete Arbeiten schließt guy aus der Fachtradition aus. Eine vergleichende europäische Wissenschaftsgeschichte archäologischen Forschens vor dem 19. Jahrhundert ist deshalb ein Desiderat. Die Autorin füllt diese Lücke, indem sie in ihrem zweibändigen Werk Arbeiten mit archäologischem Inhalt aus verschiedenen europäischen Ländern auf ihre grundlegenden Konzepte, Fragestellungen und Methoden hin untersucht. In Studien zu einzelnen Arbeitsschritten geht sie u. a. der Frage nach, inwieweit und unter welchen sozialen und politischen Bedingungen vor der akademischen Fachbildung methodische und konzeptuelle Arbeitsnormen entstanden und sich durchsetzen konnten. Sie kann zeigen, dass archäologische Quellen seit der Antike als wissenschaftliche Beweise dienten, Untersuchungsmethoden zielgerichtet entwickelt wurden und heutige fachliche und nationale Ausprägungen tiefe historische Wurzeln haben.

Der zweite Band ist der Zeit von 1630 bis 1852 gewidmet. Sasse erfasst damit die Anfänge der Institutionalisierung, die von der Entwicklung der Grabungsmethodik sowie der Erfindung des heute noch grundlegenden Dreiperiodensystems geprägt sind. Skandinavien, das deutsche Sprachgebiet, England und Frankreich stehen im Fokus. Deutlich wird, dass einige Ergebnisse seit 1660 wesentlich zur europäischen Säkularisierung beitrugen. Erst die Methoden zur Beobachtung und Bearbeitung von Fundkomplexen und die Definition kultureller Kontexte seit 1750 jedoch schufen die Voraussetzung zur Formulierung tragfähiger Fachparadigmen.

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Spielen und Konflikte ums Spielen in den Zürcher by Philipp Caretta

By Philipp Caretta

Lizentiatsarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Europa, be aware: five (von 6), Universität Zürich (Philosophische Fakultät I ), a hundred Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, summary: In dieser Lizentiatsarbeit sollen das Spielen und Konflikte ums Spielen in den Zürcher Richtbüchern von 1446 bis 1475 untersucht werden. Hier scheint mir zuerst einmal eine Definition von Spielkonflikt notwendig. Darunter verstehe ich einen Rechtsfall, zu dem sämtliche Klagen, Gegen- und Nebenklagen sowie Nachgänge gezählt werden, die alle auf die gleiche Streitursache innerhalb einer Spielsituation zurückzuführen sind. Das gilt auch, wenn sich Nichtspieler einschalteten, indem sie zum Beispiel in ein Spiel dreinredeten oder zwischen zwei Parteien schlichten wollten, wodurch erst der eigentliche Rechtsstreit entstand. Natürlich gibt es auch Konflikte, die sich lediglich aus einer Klage oder – wenn eine obrigkeitliche Spielverordnung missachtet wurde – aus einem Nachgang ergaben. Vereinzelt sind in den Zürcher Rechtsfällen auch nur fragmentarische Zeugenaussagen aufgezeichnet. Sofern diese ebenfalls auf einen Streit zwischen Personen oder auf einen Konflikt mit der Obrigkeit hinweisen, werden sie ebenfalls als Spielkonflikt eingestuft.
Die zeitliche Eingrenzung ergibt sich daraus, dass zu dem Zeitpunkt, als ich mit dieser Arbeit begann, die Jahrgänge 1450 bis 1470 der Zürcher Steuer- und Richtbücher sowie Eingewinnerverzeichnisse im Rahmen des Nationalfondprojektes von Herrn Professor Gilomen Soziale Beziehungen im Alltag einer spätmittelalterlichen Stadt – Zürich im 15. Jahrhundert bereits transkribiert und in shape einer Projektdatenbank zur prosopographischen Recherche im net aufgeschaltet worden waren. Zwar waren die Jahre 1471-1475 noch nicht in die Datenbank integriert, aber schon transkribiert worden; speziell den Richtbüchern der Jahre 1446-1449 habe ich mich selber angenommen, was once schliesslich den oben gewählten Zeitrahmen erklärt.

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Regionale Eliten zwischen Diktatur und Demokratie by Cornelia / Ruck, Michael Rauh-Kühne

By Cornelia / Ruck, Michael Rauh-Kühne

Pressestimmen zur Reihe: "Ein bemerkenswertes Beispiel für wissenschaftliche Nachwuchsförderung." Karl Teppe, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung "Auf die weiteren Bände dieser von Dieter Langewiesche und Klaus Schönhoven herausgegebenen Publikationsreihe darf guy gespannt sein." Jürgen Heideking, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen

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