Appollonos Aktios - Band 2: Aktion: Das Bundeszentrum der by Goetz W. Faisst

By Goetz W. Faisst

APOLLONOS AKTIOS

Band 2

Aktion: das Bundeszentrum der Akarnanen – Mythen und Fakten

Das im 1. Band vorgestellte archaische Heiligtum auf dem Hügel Magoula bei Vonitsa und seine Identifizierung als Kult- und Orakelstätte des Apollon wirft nunmehr neue Fragen auf.

Denn in Akarnanien ist nur ein einziger Kult dieser Gottheit überliefert: der altehrwürdige Kult des Apollon von Aktion mit den ihm zu Ehren stattfindenden aktischen Wettkämpfen. Der Ort battle auch jahrhundertelang zentrales Heiligtum des Akarnanischen Bundes und lag auf dem Territorium der korinthischen Hafenstadt Anaktorion am Ambrakischen Golf.

Seitens der Wissenschaft wurde dieser Kultplatz schon immer mit der von Magoula thirteen km entfernten Halbinsel Punta gleichgesetzt, obwohl sich dort weder Spuren eines Heiligtums, eines Hügels, eines Hafens oder gar von Sportstätten finden.

Der Autor musste daher zunächst der Frage nachgehen, wie es dennoch zu dieser Lokalisierung kommen konnte. Zur Identifizierung des Platzes lässt er dabei die antiken Historiker mit ihren Ortsbeschreibungen ebenso zu Wort kommen, wie er auch eigene landeskundliche Untersuchungen durchführte.

Selbst profunder Kenner Akarnaniens, hatte er über viele Jahre die Möglichkeit, mittels Feldforschung auch die nähere Umgebung von Vonitsa auf der Suche nach antiken Zeugnissen zu beleuchten. Über eine Fläche von two hundred qkm konnte so die antike Infrastruktur um das Heiligtum herum – darunter zahlreiche Neufunde – erkannt und akribisch dokumentiert werden.

Diese Dokumentation mit vielen hier erstmals publizierten Plänen und Zeichnungen ist ein spannender Wissenschaftskrimi mit verblüffendem Ausgang. Sie zeigt auch, wie oft fragwürdige „Erkenntnisse“ aus der Anfangszeit der Altertumsforschung vor rund two hundred Jahren bis heute oft ungeprüft und leichtfertig übernommen wurden.

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Grundlagen: Band 1: Grundlagen (German Edition) by Michael Borgolte

By Michael Borgolte

Stiftungen sind ein universales Phänomen entwickelter Gesellschaften von Babylon und Ägypten bis zur Gegenwart. Obwohl die Verwandtschaft der Zeugnisse und Belege über mehrere Jahrtausende längst erkannt ist, gibt es bisher keinen systematischen Vergleich für einen begrenzten Zeitraum, aber in globaler Weite, und deshalb auch keine sicheren Erkenntnisse über interkulturelle Wechselbeziehungen, Neuerfindungen und besonderen Ausprägungen. In dieser Enzyklopädie wird für das Jahrtausend von ca. 500-1500 zum ersten Mal der Versuch zu einer parallelen Erschließung des Stiftungswesens in fünf religiös geprägten Kulturen gemacht. Alle Themen werden von je einem Experten für das lateinische und griechisch-orthodoxe Christentum, für das Judentum, den Islam und die brahmanische, hinduistische, jainistische und buddhistische Welt Indiens behandelt, so dass die jeweiligen Ergebnisse in einen interkulturellen Vergleich eingehen können. Der erste Band betrifft die Grundlagen (Begriffe, Forschungstraditionen, Quellen), der zweite soll der „Stiftung als soziales System“, der dritte „Stiftung und Gesellschaft“ gewidmet werden. Das Werk bietet in der Summe eine Globalgeschichte der Vormoderne für Interessierte weit über die Spezialisten hinaus.

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Häftlinge als Schauspieler: Das Theater in den sowjetischen by Stefan Klatev

By Stefan Klatev

Masterarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Zeitalter Weltkriege, observe: 1, Universität Wien (Institut für Slawistik), Sprache: Deutsch, summary: Die Besserungsarbeitslager sind eines der wesentlichen Merkmale der kommunistischen, insbesondere der stalinistischen Herrschaft. Diese Lager und der damit zusammenhängende Repressionsapparat sind unter dem Synonym GULAG in die Weltgeschichte eingegangen. Sie dienten seit der Oktoberrevolution bis Ende der achtziger Jahre der Unterdrückung politischer Gegner und Isolierung von Arbeitern, Bauern und Kriminellen.
Einer der unbekanntesten, aber verbreitetsten Bereiche der Besserungsarbeitslager struggle das Theater. Es wurde zum Zweck der Umerziehung von der Lagerverwaltung für die Häftlinge organisiert. Das offizielle Vorhaben dieser Umerziehung warfare, die Lagerinsassen mit politischer und kultureller Erziehung für die Rückkehr in die kommunistische Gesellschaft vorzubereiten.
Das erste Ziel dieser Arbeit ist, das Wesen des Theaters im GULAG in den zwanziger und dreißiger Jahren zu erörtern. Das beinhaltet einerseits die Auseinandersetzung mit dem Ablauf der Aufführungen, den beteiligten Personen und den Zuschauern. Andererseits soll herausfinden werden, in welchen Lagern es Theateraufführungen mit Häftlingen gab. Von den Solovecki-Inseln ist die aktive Beteiligung der Häftlinge bekannt, doch darüber hinaus nur wenig.
Das zweite Ziel ist die Beantwortung der Frage: welches Ziel haben diese Aufführungen in Wirklichkeit gehabt? Es soll erforscht werden, inwieweit Kunst im Theater als solche proper conflict, und welchen Stellenwert ideologische Umerziehung in den dargebotenen Theaterstücken einnahm. Verfolgte die Lagerverwaltung bei den Aufführungen eigene Interessen?
Als Primärquellen wurden in dieser Arbeit hauptsächlich lagerinterne Zeitungen und Zeitschriften sowie Erinnerungsliteratur der Häftlinge verwendet. Die Sekundärquellen beschäftigen sich größtenteils mit den Besserungsarbeitslagern im Allgemeinen, weil es wenige spezifische Arbeiten über Häftlinge als Schauspieler gibt.

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Die Sforza III: Isabella von Aragon und ihr Hofmaler by Maike Vogt-Lüerssen

By Maike Vogt-Lüerssen

Dieser dritte Band der dreiteiligen Sforza-Serie beschäftigt sich erneut mit einem sehr interessanten weiblichen Mitglied dieser berühmten mailändischen Dynastie, der neapolitanischen Königstochter Isabella von Aragon (1470-1524), die auf ihrem ersten offiziellen Porträt als Herzogin von Mailand leider im Laufe der Geschichte von den Kunsthistorikern zur florentinischen Kaufmannsfrau „Mona Lisa“ degradiert wurde. Da part auch nicht, dass ihr Hofmaler Leonardo da Vinci sie, als er ihr Porträt im Frühling 1489 erstellte, in dem Trauerkleid der mailändischen Herzoginnen, welches jene in der zweiten part anlässlich des Todes eines Mitgliedes ihrer Familie anlegten, darstellte und sie noch zusätzlich mit wichtigen Symbolen ihrer Dynastie schmückte. Dabei gehörte Isabella von Aragon zu den berühmtesten adligen Damen der italienischen Renaissance. Nur von ihrer Großmutter Bianca Maria Visconti und ihrer Cousine und Schwägerin Caterina Sforza sind im 15. und sixteen. Jahrhundert so viele Porträts erstellt worden wie von ihr. Als einzige Frau fand sie zudem in dem im sixteen. Jahrhundert sehr geschätzten Werk von Paolo Giovio († 1552), dem „Vitae virorum illustrium“, in dem nur das Leben berühmter Männer der Renaissance beschrieben wurde, Eingang, da sie laut des Autors ihr großes Unglück wie ein Mann ertragen habe. Über ihr Privatleben sind nach dem Tod ihres ersten Gatten, des mailändischen Herzogs Gian Galeazzo II. Maria Sforza, im Jahr 1494 und ihrer Absetzung als Herzogin von Mailand durch ihren Onkel Lodovico Maria il Moro Sforza im Jahr 1495 kaum noch schriftliche Aufzeichnungen zu finden. Es bietet sich jedoch noch eine andere Möglichkeit an, dieser berühmten Dame auf die Spur zu kommen: die spezifische Symbolik ihrer Dynastie, mit der sie von ihren zeitgenössischen Malern in ihren Darstellungen reichlich versehen wurde. Diese bildlichen zeitgenössischen Quellen, die bisher leider von den Historikern vollkommen übersehen worden sind, liefern uns nicht nur weitere Informationen über Isabella von Aragon, sondern auch über ihren geliebten Hofmaler und besten Freund Leonardo da Vinci, der seit 1497 eine sehr wichtige Rolle in ihrem Leben einnehmen sollte.

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Archäologische Chronologie und historische Interpretation: by Matthias Friedrich

By Matthias Friedrich

Chronologie ist archäologische Grundlagenforschung. Doch sind die verwendeten Chronologiemodelle auch von der schriftlichen Überlieferung unabhängig?
Die vorliegende Studie untersucht dieses challenge für das five. bis eight. Jahrhundert in Süddeutschland und kommt zu dem Schluss, dass schriftliche Quellen auch heute noch weitreichenden Einfluss auf die Chronologie der Merowingerzeit haben. Hierzu zählen u.a. der Konflikt zwischen Franken und Alemannen in den Jahren um 500, die Eingliederung der Alamannia in das Merowingerreich sowie der Fall des Thüringerreiches 531. Doch auch das oft verwendete Generationenkonzept ist Gegenstand kritischer Betrachtungen.
Im zweiten Teil seiner Studie stellt der Autor daher ein neues Chronologiemodell vor, das auf statistischen Auswertungen von mehr als 650 relevanten Grabfunden aus Süddeutschland basiert und erstmals auch das 7. und eight. Jahrhundert einbezieht. Durch ausführliche und reich illustrierte Appendices ist künftig eine schnelle und sichere chronologische Ansprache merowingerzeitlicher Grabfunde aus Süddeutschland möglich.

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1810–1825: Neuausgabe: Band 1 (German Edition) by Dietmar Grypa

By Dietmar Grypa

Leopold von Ranke, der prominenteste deutschsprachige Historiker des 19. Jahrhunderts, führte einen nach ganz Europa und Nordamerika ausgreifenden Gelehrtenbriefwechsel. Dessen Gesamtausgabe wird alle erhaltenen Briefe von ihm und an ihnim Wortlaut wiedergeben. Der hier vorliegende Band bietet die Korrespondenz aus Rankes Schul- und Studienzeit sowie aus seinen Jahren als Lehrer in Frankfurt/Oder, die mit dem Erscheinen seiner Erstlingswerke "Geschichten der romanischen und germanischen Völker 1494 bis 1535" und "Zur Kritik neuerer Geschichtschreiber" (1824) sowie seiner Berufung auf eine außerordentliche Geschichtsprofessur nach Berlin endeten. Dabei macht die von Dietmar Grypa neu erarbeitete Kommentierung erstmals das weitgespannte gelehrt-politische Netzwerk sichtbar, das Rankes raschen Aufstieg ermöglichte. Entgegen seinen späteren Selbststilisierungen reichte es von radikalen Anhängern der Turnerbewegung bis in hohe Berliner Regierungskreise.

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Mao und seine verlorenen Kinder: Chinas Kulturrevolution by Frank Dikötter,Jörn Pinnow,Marlies Glaser

By Frank Dikötter,Jörn Pinnow,Marlies Glaser

Für die einen struggle Mao Zedong ein Monster, für die anderen der verehrte Führer. Doch was once hat dieser Mao mit hoffnungsvollen Menschen angestellt, als er 1967 die Kulturrevolution ausrufen ließ? used to be ging in Studenten und Bauern vor, als sie auf dem Acker aufeinandertrafen? Und used to be blieb dem ›Großen Vorsitzenden‹, als ihm auf dem Sterbebett die Macht über sein Leben entglitt, wie ihm die Macht über sein Volk - von endlosen Anklagen, falschen Geständnissen und wiederkehrenden Säuberungen zermürbt - lange vorher entglitten war?
In seiner brillanten Darstellung der Chinesischen Kulturrevolution geht der Historiker und Sinologe Frank Dikötter besonders den Auswirkungen auf die Menschen nach: von den politischen Führungskräften bis zu den verarmten Dorfbewohnern. Dikötter durfte als einer der ersten westlichen Wissenschaftler vormals verschlossene Parteiarchive besuchen. Hunderte von Dokumenten erzählen eine aufrüttelnd neue Geschichte über Mao und die Kinder seiner Revolution.

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Colberts Afrika: Eine Wissens- und Begegnungsgeschichte in by Benjamin Steiner

By Benjamin Steiner

kaum ein Kontinent wird in der Geschichte des modernen Staats in größeren Gegensatz zu einem vermeintlichen europäischen Sonderweg gestellt als Afrika. Benjamin Steiner zeigt hingegen die Abhängigkeit der Staatenbildung in Europa von der Einbindung in die atlantische Welt und rückt sie in den Kontext der europäischen growth. Am Beispiel der französischen Präsenz in Westafrika, Madagaskar und den Maskarenen von ihren Anfängen bis in das erste Drittel des 18. Jahrhunderts entwickelt Steiner ein überraschendes Bild der Staatenbildung in der Frühen Neuzeit. Die Genese Frankreichs als Modellstaat des 17. Jahrhunderts und gerade die smooth anmutenden Verwaltungsstrukturen sind ohne die Herausforderung der Distanzherrschaft nicht denkbar. Dabei galt Afrika den Zeitgenossen noch nicht als prinzipiell ‚anders‘, vielmehr erkannte guy Ähnlichkeiten und Möglichkeiten der Einbindung in ein entstehendes Staatensystem, das eine Begegnung auf Augenhöhe erlaubte. Es entsteht eine beeindruckende Wissens- und Begegnungsgeschichte zwischen Frankreich und Teilen Afrikas.

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Von draußen: Ausländische intellektuelle Einflüsse in der by Axel Schildt

By Axel Schildt

Über die verschlungenen Pfade des intellektuellen Wegs nach Westen.

Nach der Isolation während des NS-Regimes öffnete sich Westdeutschland ab 1945 dem Ideenimport aus dem vornehmlich westlichen Ausland. Dieses gängige Bild wird im vorliegenden Band deutlich differenziert. So weist die Rezeption scheinbar neuer intellektueller Stars in Deutschland oft bereits Kontinuitäten in die Zwischenkriegszeit auf. Ebenso lassen sich unterschiedliche Einflüsse des intellektuellen Wegs nach Westen aufzeigen, die sich kaum mehr in dieses Narrativ einordnen lassen.

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Ökonomie in der Herrschaft Worb (1645–1850) (Berner by Andrea Schüpbach

By Andrea Schüpbach

Gegenstand der Untersuchung ist die Entwicklung von ökonomischer und sozialer Tragfähigkeit in der ländlichen Gesellschaft am Beispiel der Herrschaft Worb bei Bern. Dazu wird die Produktionsleistung der Landwirtschaft vor und nach der Agrarmodernisierung (um 1790 und Mitte des 19. Jahrhunderts) gemessen. Das Gewerbe wird in beiden Querschnitten miteinbezogen. Der wirtschaftlichen Tätigkeit der Twingherren ist ein eigenes Kapitel gewidmet.
Die Agrarmodernisierung drückt sich in Worb vor allem in den Allmendteilungen aus, denen ein Konflikt zwischen Taunern und Bauern um die Nutzungsrechte an Weide und Wald vorangeht. Sie führt zwar zu einer Steigerung der landwirtschaftlichen Produktion, verschärft aber das soziale Gefälle, indem die Allmendteilung die alte dörfliche Nutzungsgemeinschaft zugunsten des bäuerlichen Eigentums zerschlägt. Die soziale Tragfähigkeit nimmt additionally zugunsten der ökonomischen ab.

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